1-2-3 im Sauseschritt

..... eilt die Zeit, wir eilen mit. Das hat schon der alte Wilhelm Busch gewusst, obwohl es damals noch gar keinen TÜV gab.

Heute gibt es ihn aber, und die kleine Vespa ist tatsächlich schon wieder fällig. Dabei war ich doch erst neulich ... aber lassen wir das.

Nachdem mein erster Versuch vor drei Tagen wegen Starkregens ausgefallen ist, fahre ich an diesem Freitag Nachmittag nach Laubach zur GTÜ. Das Wetter ist einwandfrei, der TÜV, in diesem Falle die GTÜ von Bernd Albert, ist meist ein gutes Plätzchen zum Plaudern und die Vespa ist eigentlich immer bereit für den TÜV.

Angekommen auf dem Prüfplatz treffe ich direkt einen alten Bekannten, kurz darauf kommt ein Ducatifahrer mit rasselnder Kupplung zur Prüfung und so vergeht die kurze Wartezeit wie im Fluge. Natürlich bekommt die Vespa den rosa Stempel ohne jeden Mangel.

Als ich dann nach einer Stunde vom Hof fahre, klappt direkt hinter dem Tor schlagartig der linke Spiegel ein. Naja, ich halte ihn erst mal fest, bis ich im Laubacher Wald einen geeigneten Ort für die Reparatur gefunden habe.

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Erst mal den korrekten Sitz der rosa Plakette überprüfen.

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Dann hole ich die Werkzeugrolle unter der Sitzbank hervor - aber halt, die ist gar nicht da. Also muss ich improvisieren. Einen 2 mm Inbus-Schlüssel für die Abdeckung des Spiegels habe ich im originalen und winzigkleinen Werkzeugfach im Handschuhfach immer dabei.

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Und als Ersatz für den 17er Schlüssel der Kontermutter des Spiegels muss diese wunderbare Allzweckwaffe herhalten: Ein chinesisches Tool, gekauft während einer Österreich-Tour bei einem vietnamesischen Händler kurz hinter der czechischen Grenze. Funktioniert aber auch einwandfrei im deutschen Vogelsberg.

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So, der Spiegel sitzt wieder fest und ich hänge noch nette 35 Kilometer durch den Laubacher Wald an. Und später zu Hause sehe ich, dass in vier Wochen meine Bullet No.1 auch schon wieder fällig ist. So ist das mit der Zeit.

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