Unterwegs mit Motorrollern

Krank geschrieben – mit Motorradtouren ist da natürlich nix. Aber da ist ja die Vespa, und die ist beinahe ein Auto.

Tatsächlich: Jede kleine „Dienstfahrt“ oder Erledigung mit der Vespa macht Spaß und ich freue mich schon auf die erste grössere Tour mit der Italienerin. Mit der grösseren Tour meine ich Fahrten mit mehr als 100 km.

Heute ist Feiertag: Der Tag der Deutschen Einheit. Und das soll der letzte schöne Tag dieser Woche werden.

Das große Netz der Netze hat’s versprochen: Kein Regen am Sonntag, weder im Vogelsberg noch im Taunus.

Wer hätte das gedacht: Kollege Marco outet sich als fotografischer Künstler. Zwei seiner Bilder seht ihr hier:

Jetzt haben wir einen richtigen Herbsteinbruch im Vogelsberg und es ist morgens auf dem Roller verdammt kalt.

Es wird Herbst – und das wird ganz besonders an den Morgenden spürbar, an denen ich mit der Vespa in die Firma fahre. Sicher, die Beinbleche halten unten herum einiges ab, aber die „sportliche“ kleine Scheibe schützt nicht die Bohne vor dem kalten Fahrtwind.

In letzter Zeit stehen häufig mal zwei Vespen vorm Bürogebäude: Marcos ET4 und meine GTS. Da ist der Gedanke an eine gemeinsame Rollerfahrt natürlich naheliegend.

Natürlich weiß ich, dass sich Motorräder auf wundersame Weise vermehren können – und das gleiche gilt auch für Roller, insbesondere für solche der Marke Vespa.

Seit ich die Vespa letzte Woche angemeldet habe, fahre ich damit tatsächlich täglich zur Arbeit. Da ich um 6:00 beginne, fahre ich meist in den Sonnenaufgang hinein und habe bereits einige besonders schöne Aufgänge erlebt – leider war da nie eine Kamera dabei.

Obwohl ich heute weder mit einer W650 noch mit der Matchless unterwegs bin, erlebe ich jede Menge britische Momente – erstaunlich.

Jetzt ist es amtlich und perfekt: Mein Roller ist angemeldet! Die Frage ist: Bin ich dadurch zum Mod mutiert? Ich hoffe doch nicht, schließlich lag meine Sympathie immer auf der Gegenseite, also bei den Rockers.

Für 17:00 bin ich mit dem Vespa-Verkäufer in Schotten verabredet und wir tauschen Bargeld gegen Papiere.

Mein freier Tag heute ist ziemlich verplant: Ein wenig einkaufen bei den großen Motorrad-Discountern in Linden, dann die Aktion mit der Vespa GTS endgültig klar machen und natürlich dabei das Gespannfahren nicht vergessen.

Für heute hat sich Kollege Marcus angesagt: Seine Enfield ist fertig, läuft, hat TÜV und ist angemeldet. Und weil es ja auch mal meine Enfield war, bekomme ich den edlen Eintopf vorgestellt.

… kommenden Unwetters gehe ich um 12:30 mit dem Gespann auf Tour. Es sind weitere Starkregen und Gewitter angekündigt und so fahre ich sehenden Auges in das Debakel.