Die grüne Cosa: Ein Resumee

Jetzt ist der Umbau der grünen Cosa weitgehend abgeschlossen, und es ist Zeit für ein Resume.

Was habe ich alles an der schönen, originalen Cosa umgebaut und verbastelt:

  1. Wurde die Elektrik auf reine Gleichspannungsversorgung umgebaut. Dazu wurde das Ende der vier in Reihe geschalteten Ladespulen auf der Zündungsgrundplatte von der Masse abgelötet und separat nach aussen geführt. Ein neuer Vollwellenregler von Powerdynamo wurde anstelle des Piaggio-Regler verbaut. Das war die Grundvoraussetzung für den Gleichspannungsbetrieb. Allerdings waren jetzt weitere Modifikationen in der Elektrik notwendig: Das Wechselspannungs-Blinkrelais flog heraus und ich habe ein elektronisches “Standard”-Blinkrelais eingebaut. Dazu mussten aber die original getrennten Leitungen für vordere und hintere Blinker zusammen gefasst werden. Die beiden weissen Leitungen am alten Regler für geschaltetes Plus wurden getrennt und eine der Leitungen steuert nun ein neu dazu gekommenes Schaltrelais an, dass beim Einschalten der Zündung den Regler hinzu schaltet. Wichtig war, den Hupengleichrichter zu entfernen, der jetzt natürlich auch nicht mehr gebraucht wird. Allerdings bekommt das Anlasser-Relais seinen Impuls über den Gleichrichter, sodass ich die beiden grünen Kabel am Stecker des Gleichrichters brücken musste. Was noch gar nicht funktioniert, ist der Drehzahlmesser, der mit einem Wechselspannungssignal arbeitet. Entweder baue ich den Drehzahlmesser um, oder entferne ihn und montiere statt dessen ein Voltmeter – da bin ich mir noch unschlüssig.

    2: Wurde die Ölpumpe ausser Betrieb gesetzt, sodass der Motor ab jetzt mit Zweitakt-Gemisch 1:50, also mit 2 % Ölanteil, gefahren wird. Dazu müssen zwei Ölbohrungen am Motorgehäuse und eine am Vergaser verschlossen werden. Für die 12 mm Bohrung im Motorgehäuse habe ich ein Drehteil von SIP benutzt – dass würde ich heute aber nicht mehr so machen. Besser erscheint es mir, die Bohrung mit einer M12x20 Madenschraube (zusätzlich eingeklebt) zu verschliessen. Diese Schraube kann dann so tief ins Gehäuse geschraubt werden, dass die Passhülse der Vergaserschale beibehalten werden kann. Die anderen beiden Bohrungen lassen sich einfach mit M4 Madenschrauben verschliessen.

Was noch fehlt, ist ein Test der Umbauten. Dazu ist das Wetter aber gerade zu schlecht und ausserdem möchte ich den Benzintank noch nicht befüllen, weil ich womöglich noch an die Bremsanlage muss. Und so richtig zufrieden bin ich auch noch nicht mit der Verlegung des Benzinschlauchs vom Tankstutzen an den elektrischen Benzinhahn. Nur die zündende Idee fehlt mir hier noch. Also lass ich die Aktion mal einen Tag lang ruhen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag