Ein Cosa-Sonntag

Ich hätte heute schon so einiges unternehmen können:

Landwirtschafts-Schau in Dannerod, Italienertreffen in Erlensee, natürlich das MZ-Forumstreffen, einfach eine einsame Tour fahren – aber all das hab ich gerade nicht gemacht, sondern mich den ganzen Tag mit dem Cosa Gespann beschäftig. Fast zumindest, denn zuvor hab ich eine kleine Fahrradtour von 30 km gemacht und bin mit den beiden weißen Gangstern Spazieren gegangen. Aber dann gabs für mich nur noch Vespa.

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Heute gehe ich mit beiden Hunden auf die Walz – ist zwar immer anstrengend, aber meistens auch ganz spaßig.

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Wenn die beiden Gangster so scheinbar harmlos in die Landschaft gucken, ist meist irgend was im Busch. Mal fallen sie Radfahrer an, dann gehen sie auf Traktoren los – denen fällt schon was ein. Aber heute sind sie erstaunlich brav, keine negativen Vorkommnisse.

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Zurück radle ich schön am Ufer der Ohm entlang.

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In Flensungen beschliesse ich, ein Stück den südlichen Erzweg zu befahren. Ist gar nicht so einfach, denn die Hinweisschilder sind nur kleine Aufkleber und oft erst nach längerer Suche zu entdecken. Aber ich sehe etliche neue Dinge, wie diese geschützte Obstwiese am Rande der ehemaligen Schlammteiche bei Ilsdorf. Hier breche ich den Erzweg aber ab, denn das ist kein Weg für meine Falter-Maschine.

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Jetzt aber ab in die Arbeitsklamotten und ran an das Cosa Gespann. Im Groben ist die Vespa ja schon ziemlich fertig, aber viele Details sind noch zuerledigen. Ich beginne damit, die Fussmatten und die Abdeckung unter dem Bodenblech zu montieren. Das ist nicht einfach, denn natürlich sind nur noch ein Bruchteil der Halteösen und Klammern zu gebrauchen. Da muss ich schon reichlich improvisieren.

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Dann wird das Boot aufgesetzt und ordentlich und mit viel Dämmgummi befestigt.

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Gepäckraumklappe, Stoßstange, Bootsscheibe und Armlehnen sind die nächsten Aspiranten.

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Die Brookland Scheibe mag ich besonders.

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Batterie rein und auch die linke Seitenbacke montiert. Vorher muss der Blinker wieder eingebaut werden.

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Jetzt sollte das Gespann schon fahrbereit sein.

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Da könnte ich glatt Morgen zum TÜV fahren – aber halt, dieses Gespann muss keinesweg zur TÜV-Prüfung. Da war ich ja erst im letzten Jahr-

Trotz der für den Anlasser zu schwachen Batterie springt die Cosa prima an – musst Du halt mit dem Kickstarter nachhelfen. Und dann muss der vom monatelangen Stehen entstandene Ölschmodder hinten raus. Zweetakter halt!

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Und auf zur Probefahrt an diesem kalten Septembertag. Einmal rund um Lardenbach, Klein-Eichen und Ilsdorf geht es.

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Die Brookland-Scheibe bringts einfach, oder?

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Hinterm Horizont gehts weiter …..

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Mann kann ja gegen die Cosa so einiges sagen, aber eines steht fest: Die Brummer haben einen geilen Arsch.

Bin ich jetzt mit dem Cosa Gespann wirklich fertig? Nein, es sind immer noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. So habe ich auf der Probefahrt festgestellt, dass der Tacho nicht anzeigt. Mist, kann ich nochmal an das Gefummel mit der Tachowelle gehen. Und dann muss ich eine Bodenmatte schneiden, den Sitz einbauen, die Drehzwirbel für die Bootsplane wieder anschrauben, den vorderen Stoßdämpfer erneuern, das Reserverad montieren und eine neue Batterie besorgen. Aber dann dürfte ich wirklich fertig sein, und ich kann mich einem weiteren Projekt widmen:

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Da steht nämlich schon viel zu lange die russische Vjatka, denn die ist auf jeden Fall die nächste auf der Arbeitsbühne.

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